( Antifa Westerwald

Operation: „Post für Nazis“

Als Antifaschist*innen ist es uns ein besonderes Anliegen uns weiterzuentwickeln und vor allen Dingen unsere Thesen und Theorien immer wieder auf ein Neues empirisch zu belegen. Daher haben wir vor wenigen Monaten ein Konzept entwickelt um die kursierende These alle Nazis seien vollkommen dumm und naiv auf die Probe zu stellen.

Probant*innen: Hierfür konnten wir die Partei „Der III. Weg“ gewinnen, denen wir an dieser Stelle besonders danken wollen.
Zeitraum: September/Oktober 2017
Anlass: Jungautoren Wettbewerb 2/2017 der Partei der III. Weg

Durchführung: Mensch nehme handelsübliche, nationalistische Kackscheiße und presse sie in schwülstige und heroisch anmutende Sätze, welche sich reimen. Darauf folgend platzieren wir eine kleine aber feine Botschaft bestehend aus den jeweils ersten Wörtern der einzelnen Verse.
Dies wiederhohlen wir um zwei Gedichte zu erhalten und schicken diese über zwei verschiedene Emailadressen mit zwei verschiedenen Hintergrundgeschichten an die Kontaktadresse der Partei „Der III. Weg“

Hypothese: Die für jeden Menschen erkennbaren, fast ironischen Formulierungen werden das Blut der verantwortlichen nationalen Sozialisten aus dem Denkapparat in ihre Schwellkörper schießen lassen und so einen differenzierten Blick auf das vorliegende unterbinden. Sie werden, vollkommen von Kontext und Naivität geblendet übersehen WOLLEN, dass hier etwas nicht stimmen kann.

Ergebnis: Unsere Gedichte belegen sowohl Platz (12) und Platz (10) und wurden auf der Homepage der Partei veröffentlicht. Nachdem wir nun das Experiment rekapitulierten und analysierten, kamen wir zur folgenden

Erkenntnis: Ja, das Konzept ging auf!
Merke für das nächste Mal – mehr Geschichtsrevisionismus, eine Prise mehr Heldentum und am besten ein bisschen Druck auf die interne Vetternwirtschaft ausüben.

Schlussfolgerung:
Ja, Nazis sind naiv. Ja, sie sind leicht zu verblenden.
Viel wichtiger ist allerdings die Erkenntnis das völkisch-nationale Gruppen seit Jahren versuchen den Lifestyle um ihre Ideologie auszubauen. Da wo wir sie in der analogen Welt zurück drängen konnten, versuchen sie heute eine digitale Homezone zu schaffen. Einen Wohlfühlbereich für Rechtsextreme aller Couleur und Schattierung. Dagegen vorzugehen ist eine Aufgabe unserer Zeit.
Denn egal ob Facebook, Youtube, Discord & das WorldWideWeb – wir überlassen den Nazis keinen Raum!
Also, seid subversiv, kreativ und den Faschos immer einen Schritt voraus!

Achso, und an unsere hochgeschätzten Probant*innen des III. Wegs –

So naiv wie ihr seid tut ihr uns fast leid,
Eure Antifa Westerwald!

Quelle: http://der-dritte-weg.info/2017/10/08/jungautorenwettbewerb-022017-platz-11-und-12/
Quelle: http://der-dritte-weg.info/2017/10/09/jungautorenwettbewerb-022017-platz-9-und-10/

Post für Nazis from Antifa Lyrik on Vimeo.

11. Mai AfD in Westerburg

Die AfD Landtagsfraktion um Uwe Junge, Dr. Jan Bollinger und co. lädt zum Tanz !

Am 11. Mai wird in Westerburg angeblich Geschichte geschrieben.

Die Alternative-Fakten-Deutschländer*innen versuchen im Westerwald einmal mehr ihre rassistischen, homophoben und lobbyistischen Thesen zu verbreiten. Diesmal wird von einer Disskusionsveranstaltung namens :“AfD-unzensiert – Was Sie immer schon einmal über unsere Landespolitik wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“ gesprochen.

Dass die Afd keineswegs bereit ist kritische Fragen zu beantworten und durch ihr Verhalten gerade jetzt nach dem Bundesparteitag in Köln, verdeutlicht hat, dass der rechte Flügel in dieser Partei nicht nur etabliert ist, sondern längst die Führung ergriffen hat, ist mittlerweile den meisten Menschen bekannt. Die Verbindung zu rechtsradikalen Organisationen wie der Identitären Bewegung, den Parteien „Der III. Weg“ und der „NPD“ oder Burschenschaften wie den „Raczeks“, ist grade in RLP und den angrenzenden Bundesländern deutlich zu erkennen.

Weiter steht die Afd für ein reaktionäres Frauen- und Gesellschaftsbild sowie für einen autoritären Staat auf völkisch-nationaler Grundlage. Der Sozialstaat soll zerschlagen und die Menschenrechte sollen ausgehebelt werden. Eine Politik die nur den Eliten dient, wird propagiert. Außerdem will die AfD , dass der Staat die Grenzen dicht macht und sie will, dass Grenzen zwischen den Menschen gezogen werden. Wozu das führt sollte in Deutschland bestens bekannt sein.

Veranstaltungen wie diese sind eine reine Show um das letzte bisschen positive Image zu waren. Kommt nach Westerburg und nehmt daran teil.

Stellt kritische Fragen, seid aktiv und kreativ.

Nachgang zum 22.04. in Wetzlar

Schon im vergangenen Jahr versuchten Nazi Kader rund um das Grüppchen der Identitären Aktion um Melanie Dittmer, die NPD und Autonome Nationalisten mit Fackeln durch Niedergirmes ziehen.
Angemeldet wurde die Demo vom Rechtsextremen Thassilo Hantusch der auch diesmal mit dabei war.
Damals im Oktober 2016 scheiterte der Versuch durch Blockaden eines breiten Bündnisses und die Nazis konnten nicht die gewünschte Route laufen – auch die Fackeln mussten ausbleiben.

Die diesmal mobilisierende „Bürgerinitiative gegen Asylmissbrauch Lahn-Dill“ hatte unter dem Motto :“Wir schützen unsere Kinder“ mit einem breiten Bündnis aus Rechtsextremist*innen und Faschist*innen dazu aufgerufen in Wetzlar wieder einmal auf die Straße zu gehen. M.Dittmer hat das Kooperationsgespräch mit den Cops zusammen mit Danny Wolf ( vermutlich Nationales Aktionsbündnis Wetzlar) und Julius Stahl (Identitäre Aktion) am 06.04. absolviert und freute sich per Twitter und Facebook über eine angeblich doppelt so lange Demoroute.

Im konkreten Fall riefen neben Dittmer’s „Identitärer Aktion“ und der hessischen NPD auch die Kleinstpartei „Die Rechte“ & Thügida/Wir lieben Sachsen e.V./Freundeskreis Thüringen und das Nationale Aktionsbündnis Wetzlar (NAW) auf.
Thügida stellte auch den Lautsprecherwagen für die Demo.

Das sog. „Antikapitalistische Kollektiv“ mobilisiert, nach Streit, Spaltung und „Chauvinismus-Vorwürfen“ beim letzten Aufmarsch am 07.10.2016 in Wetzlar, nicht erneut.
Erschienen sind Menschen dieser Gruppe allerdings trotzdem.
Das diese Leute sich mittlerweile als NAW wieder einmal in einen neuen Namen geben ist ziemlich eindeutig.

Von dem Vorhaben, einen ausführlichen Spaziergang durch Wetzlar zu machen mussten sich die Nazis allerdings schnell verabschieden. Aufgrund von energischen Protesten von Antifaschist*innen und auch durch bürgerlichen Protest von ca. 1000 Personen konnte der Umzug größtenteils verhindert werden.

Bereits vor dem Start fiel Jens Willke (NPD) negativ auf, als er Antifaschist*innen attackierte. Später versuchte der ohne Presseausweis fotografierende Thügida-Mensch Antifaschist*innen zu schlagen.

Nach wenigen Metern war die Straße vor dem Forum in Wetzlar durch dutzende Antifaschist*innen versperrt. Nach mehreren kleineren Sitzblockaden wurden die Nazis auf kürzester Strecke in Richtung Bahnhof geführt. Aktivist*innen der Antifa Westerwald konnten gemeinsam mit anderen Menschen dort mithilfe von Mitteln des zivilen Ungehorsam immer wieder Akzente setzen. Die Hetzreden wurden dabei durch Pfiffe, laute Musik und Sprechchöre übertönt. Bürger*innen aus Wetzlar verstanden, dass es wichtig ist, den Nazis die Meinung zu geigen und unterstützten den Protest. Auf den Nazi der auf dem Lautsprecherwagen stand, wurden dutzende Tomaten geworfen. Gelegentlich versuchten aggressiv auftretende Personen aus dem „Antikapitalistischen Kollektiv“ die Polizeiketten die den Umzug umkreisten zu durchbrechen und Gegendemonstrant*innen anzugreifen. Es kam zu 2 Anzeigen wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.

Die Stimmung der ewig gestrigen war bereits zu dieser Zeit unterirdisch schlecht. Thassilo und Thomas Hantusch, Melanie Dittmer, Danny Wolf und weitere Aktivist*innen versuchten noch mehrfach die Polizei doch zu überreden ihnen den Weg frei zu knüppeln und die Route doch wieder zu verlängern, was ihnen allerdings nicht gelang. Der Lautsprecherwagen wurde mittlerweile durch laute Techno-Musik zusätzlich übertönt.

Ein Altnazi der aus seiner Dachgeschosswohnung mehrfach den rechten Arm zum Hitlergruß ausstreckte, verlor bei einem dieser Versuche seine armselige Deutschlandfahne.
Es zeichnete sich an diesem Tag ein lächerliches Bild eines unorganisierten, degenerierten und zeitweise total eingeschüchterten Haufen von rumpöbelnden Menschen ab, auf welche wir in Zukunft gerne verzichten würden.

Dies kann jedoch nur durch weiteren engagierten Protest und antifaschistische Arbeit geschafft werden.

Anschließend sollte wohl ein „Balladenabend für Aktivisten“ mit „A3Stus“und „Fachkräfte“ stattfinden. Dieser sollte im „Bistro Hollywood“ bzw. „Teutonicus“ in der Hauptstraße 5, 35638 Leun-Stockhausen stattfinden, welches dem lokalen NPD-Kader Thomas Gorrr gehört und bereits in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz ähnlicher Veranstaltungen war. Diese Veranstaltung wurde allerdings nicht genehmigt. Die anwesenden Nazis erhielten Platzverweise durch die Polizei und mussten endgültig die Heimreise antreten.

Am letzten Wochenende versuchte die NPD Hessen zusammen mit der JN sich in der Giessener Fußgängerzone breit zu machen. Auch dies ging nicht gut für Hantusch und Co. aus.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/209530

Das im Artikel erwähnte neue „braune Haus“ in Wetzlar, stellt sicherlich eine Bedrohung für Antifaschist*innen dar, weshalb man dieses Vorhaben dringend im Auge behalten sollte.

Den Nazis niemals wieder auch nur eine ruhige Minute, keine Wohlfühlzonen, keine Rückzugsräume mehr ermöglichen – das muss auch weiterhin unsere Aufgabe sein.
Die mutigen Blockaden von heute haben gezeigt, was möglich ist.

Auch in Zukunft kein Fußbreit den Faschist*innen.
Alerta!

04.03. – III. Weg Infostand in Hachenburg

Um ca 9:10 Uhr baute der III.Weg seinen Infostand in der Hachenburger Innenstadt am Anfang der Fußgängerzone auf.
Wenige Minuten später kamen die ersten 4 AntifaschistInnen um sich ein Bild der lächerlich und aggressiv auftretenden 8 Gestalten zu machen.
Dabei kam es zu verbalen Beleidigungen und körperlichen Angriffen von Seiten des III.Weg’s.
Nach dem die ersten Angriffe abgewehrt werden konnten, wurde von Seiten der Antifa eine Gegenkundgebung beim Einsatzleiter der Polizei PK Grahn angemeldet.
Nach wenigen Minuten fanden sich auf dieser ca 30 – 35 Personen ein.
Mit Musik und Lautsprecherdurchsagen wurden die Hachenburger BürgerInnen auf die Situation aufmerksam gemacht. Die wenig interessierten PassantInnen entsorgten die Infoflyer der Nazis direkt in unseren mitgebrachten Müllsäcke. Nach unseren Kenntnissen konnten lediglich zwei bereits bekannte Gesichter mit Infomaterial ausgestattet werden.
Wir gratulieren an dieser Stelle ganz besonders Herrn Dennis Stöcker, der durch seine neue Mitgliedschaft, beim Dritten Weg seine rechtsradikale Haltung nun manifestiert.
Nachdem um 11:00 Uhr der Trupp um Julian Bender (selbsternannter Gauleiter Region West), zwei Stunden früher als geplant, versuchte den Infostand abzubauen, stellten die Irrwegler einmal mehr unter Beweis das logisches Denken und Handeln nicht ihre Stärke ist.
Beim zusammenklappen der Infotische und abbauen des Pavillons, zeigte sich die fehlende Intelligenz und Grobmotorik der anwesenden Nazis. Nur durch anfeuern der GegendemonstrantInnen konnte dieser Akt schließlich bewältigt werden.
Freundlich wie AntifaschistInnen sind, wurden die Nazis spontan zu ihren Parkplätzen geleitet. Leider hatte Anführer Bender und der Neu-Hachenburger Julian Lietz vergessen wo geparkt wurde.
Die Autos aus dem Neuwieder & Bad Emser Raum wurden schließlich von zwei Personen wiedergefunden. Der Rest der Bande erhielt einen Verweis vom Gelände der Hachenburger Brauerei und wurde dann schlecht gelaunt ins Sauerland abtransportiert.
Einmal mehr hat der III.Weg heute in Hachenburg zu spüren bekommen, dass für sie in unserer Gesellschaft kein Platz ist. Diese schmerzhafte Erfahrung sollte ihnen eine Lehre sein.
Zeitgleich findet in Bingen der LPT der Afd statt – Solidarität an alle AntifaschistInnen die sich dort dem braunen Mob entgegenstellen.
Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen und wünschen einen angenehmen Nachmittag.

Offizielle Stellungnahme zur Absage der JuFo Debatte am 26.01.2017 in Westerburg

„Es ist nicht legitim sich als Rassist*in zu outen!“

Nachdem die Informationen über den fragwürdigen Diskutanten öffentlich wurden, haben sich die Linksjugend [’solid] Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz] zusammen mit der Grüne Jugend Rheinland-Pfalz entschlossen, die Veranstaltung zu boykottieren. Daraufhin reagierten die Verantwortlichen des KAG’s (Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg) mit der kurzfristigen Absage der gesamten Veranstaltung.
Wir begrüßen die kompromisslose Entscheidung der Linksjugend & der Grüne Jugend einem IB-Aktivisten und Vertreter der JA keine Plattform zu ermöglichen. Denn menschenverachtende Meinungen fußen nicht auf dem Grundgesetz und sind somit aus jeglichen Debatten auszuschließen.
Bisher blieb eine differenzierte Stellungnahme der veranstaltenden Institutionen (KAG, JUFO) aus, welche wir hiermit erneut auffordern zu den Umständen öffentlich Position zu beziehen.

Rassismus, Homophobie und Sexismus aller Art gehören weder in den politischen Diskurs, noch in den Alltag und besonders nicht in Schulen. Daher fordern wir auch in Zukunft dazu auf, aktiv Widerstand zu leisten, wenn rechte Akteur*innen versuchen weiter in der Gesellschaft an Einfluss zu gewinnen.

Offener Brief zur JuFo Debatte am Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg

Nachdem wir am Abend des 25.01.2016 erfahren mussten wer zu der geplanten Debatte am 26.01.2016 für die Junge Alternative im Konrad Adenauer Gymnasium in Westerburg eingeladen wurde, haben wir uns dazu entschlossen folgenden, öffentlichen Brief an die unten angegebenen Adressat*innen zu richten.
Rassismus und menschenfeindliche Ideologien haben in einem demokratischen Diskurs keine Daseinsberechtigung!

An die Verantwortlichen des Konrad Adenauer Gymnasiums und der JUFO Politik, anlässlich der geplanten Veranstaltung „Jufo – Die Debatte“ am Donnerstag, den 26.01.2017.

Hiermit möchten wir Sie über den von Ihnen eingeladenen, stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendorganisation „Junge Alternative Mittelrhein-Westerwald“ aufklären und die allgemeine Empörung über diese Entscheidung an Sie als veranstaltende Organisation heran tragen.
Justin Cedric Salka ist im vergangenen Jahr 2016 bereits als Teilnehmer der rassistischen und asylfeindlichen Demonstrationen der Gruppe „Bekenntnis zu Deutschland“ aufgefallen. Diese Demonstrationen zeichneten sich mehr durch Qualität statt Quantität der zuletzt wenigen Teilnehmer*innen aus.
Unter anderem hiermit ist die Nähe bzw. Akzeptanz zu Aktivist*innen wie Melanie Dittmer (militante Rechtsextreme; verurteilte Volksverhetzerin), Torsten Frank (Anmelder der „BzD-Demos“; Sprecher auf HoGeSa-Veranstaltungen), Mitglieder*innen der verbotenen Kameradschaft Westerwald, Edwin Wagensveld (Ed der Holländer; Pegida Dresden; Pegida Niederlande), Uwe Land (BzD-Sprecher; bekennender Reichsbürger) und der Partei „Der III.Weg“ belegbar und mehr als kritisch zu bewerten, denn aufgrund der Brisanz der oben genannten Persönlichkeiten, seine wiederholten Teilnahmen an Veranstaltungen dieser Gruppe und seiner solidarischen Haltung gegenüber diesen, ist bei ihm eine demokratische Position gegenüber dem deutschen Grundgesetz mehr als fragwürdig.
Seine reaktionären, homophoben und sexistischen Ansichten stellte er am 30.10.2016 mit der gemeinsamen Teilnahme einiger JA-Aktivist*innen an der „Demo für Alle“ in Wiesbaden zur Schau. Die sogenannte „Demo für Alle“ kurz „DfA“ ist ein Zusammenschluss nach französischem Vorbild der La-Manif-pour-tous-Bewegung. Sie organisierte sich als Protestinitiative gegen den hessischen Bildungsplan zur sexuellen Aufklärung sowie gegen eine Gleichstellung von homosexuellen und lesbischen Paaren im Allgemeinen. Mit Kampfbegriffen wie „Frühsexualisierung“ und „Homoehe“ versucht diese Initiative einen emanzipatorischen Wandel hin zu gleichgestellter Partnerschaft und Aufklärung zu unterbinden.

Zudem ist Herr Salka Aktivist der „Identitären Bewegung“; dies lässt sich anhand von öffentlich zugänglichem Videomaterial, auf dem er als Aktivist und Teilnehmer auf verschiedenen IB-Demos zu erkennen ist, beweisen. Die „Identitäre Bewegung“ stammt ursprünglich aus Frankreich (Bloc identitaire). Mittlerweile etablieren sich „IB“– Gruppen in Österreich sowie in Deutschland. Die IB zeichnet sich durch ihren Aktionismus sowie ihre rassistischen Vorstellungen aus. So diffamieren die hierarchischen Köpfe der IB Geflüchtete als „Invasoren“ und „Scheinflüchtlinge“ und propagieren eine „Festung Europa“, um eine phantasierte „gesamteuropäische Identität“ vor dem „terroristischen Islam“ zu schützen.
Die IB wird vom Verfassungsschutz in Deutschland beobachtet.
Zusammengefasst beweist Herr Salka mit großem Engagement, dass seine politischen Ideale nicht auf dem Grundgesetz fußen, sondern homophober, rassistischer und reaktionärer Natur entsprechen.
Braucht es noch eine Erklärung, warum es mehr als unverständlich erscheint ihn als stellvertretenden Vorsitzenden der JA Mittelrhein-Westerwald zu einer Podiumsdiskussion einzuladen?
Die rassistischen, nationalistischen und homophoben Werte, die von Herrn Salka und der JA vertreten werden, sind auf der Grundlage des Grundgesetzes keine berechtigten Ideen in einem demokratischen Diskurs. Wer diese Thematiken als Meinungen innerhalb einer Diskussion toleriert, räumt ihnen damit eine nicht vorhandene Legimität ein und trägt eine Mitschuld.
Es ist nicht legitim, sich als Rassist*in zu outen und die Rechte anderer in Frage zu stellen.
Rassismus, Homophobie, Nationalismus und Islamophobie sind Verbrechen, und als solche sind sie aus dem demokratischen Diskurs zu verbannen.

Hiermit fordern wir Sie dazu auf, Herrn Salka von Ihrer politischen Debatte auszuschließen!

Antifa Westerwald
Zur Kenntnissnahme an:

JUFO Politik
Konrad Adenauer Gymnasium, Westerburg
Realschule plus, Westerburg
Mons Tabor Gymnasium, Montabaur
ADD, RLP
WW-Kurier
Lokalanzeiger
Rhein Zeitung
Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus, RLP
Fr. Dr. Hubig, Bildungsministerin RLP
Ralf Seekatz, Bürgermeister WBG
SPD WW
Die Linke WW
Bündnis 90/ Die Grünen WW
FDP WW
WiR Rennerod
DeMOS e.V.

Hachenburg, 14.12.2016 – offizielle Stelungnahme

Hey Naziscum , das war bitter!
17 Nazis gegenüber 200 Antifaschist*innen und dazu ca. 180 Beamt*innen die zivil oder uniformiert versuchen den Widerstand zu kriminalisieren und zu entsolidarisieren.

Lisa Steffhausen, Pressesprecherinn Antifa Westerwald:“Fest steht, dass jede*r von Repressionen Betroffene unsere Solidarität genießt. Meldet euch bei uns und anderen Antirepressionsstellen sollte euch einschlägige Post von den Behörden erreichen. Fertigt hierzu im eigenen Interesse zeitnah (wenn noch nicht geschehen JETZT!) ein Gedächtnisprotokoll der Vorfälle an, da Anzeigen oft erst nach mehreren Monaten per Brief eintrudeln.
Für die nächsten Gelegenheiten gilt es zu erschließen wie wir auf die neuen Dimensionen der Provaktionen von Polizei und Nazis effektiv reagieren können.
Und das werden wir!“

Was bleibt zu Bender und Anhängsel zu sagen? Was bliebe eigentlich ohne den Schutz von BFE und übermotivierten Sternejäger*innen die als Steigbügelhalter von nationalistischen Theorien auf unseren Straßen fungieren?

17 Neonazis gegenüber 200 Protestler*innen.
Und dazwischen, ganz verloren und einsam, ein wildes Uwe.
Das reicht um das Kräfteverhältnis und die daraus resultierenden Möglichkeiten darzustellen.

Der Kampf geht weiter!
Siamo tutti antifascisti!

Nachgang zum 17.11. Hachenburg

Im Nachgang zum vergangenen Donnerstag hier die gesammelten visuellen Werke verschiedener Jounalist*innen.
Denjenigen, die es sich jedesmal erneut zur Aufgabe machen, das zu dokumentieren was im Westerwald an der Tagesordnung ist, sei an dieser Stelle Respekt ausgesprochen.

Niemand ist alleine, niemand kämpft alleine!

Besonders hervor zu heben ist an dieser Stelle der Versuch eines Polizeibeamten, die Pressearbeit zu behindern.
Es gilt weiter kritisch zu bleiben und die Geschehnisse zu hinterfragen, um den Widerstand so erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Hachenburg – 17.11.2016

Am Abend des 17.11. haben Antifaschist*innen, Migrant*innen und Bürger*innen das Gedenken an die Opfer von rechter Gewalt, das Gedenken an Nihad und die damit verbundene Wut, auf die Straße getragen.
Die ca. 200 Menschen konnten entschlossen und friedlich die Bewegungsfreiheit der ca. 20 Nazis in Hachenburg auf ein Minimum reduzieren und ja Julian, es hat schon einen Grund warum du und deine vollblütigen Biodeutschen euch immer fremder im „eigenen Land“ fühlt.

You are not welcome here!

Die Menschen im und um den Westerwald herum haben euch gestern wiederholt gewarnt. Es gibt kein „Vergeben“ und wir werden nie vergessen. Wenn ihr euch am 15.12.2016 erneut blamieren wollt –
wir und alle Bürger*innen, Genoss*innen und Freund*innen sind bereit euch durch die Straßen zu treiben.
Keine Ruhe den Faschist*innen!

Was tun wenn’s brennt? Wie geht eigentlich Demo?

Stuttgart 21, Anti-Atom Proteste und auch in Hachenburg mussten wir wieder mit Schrecken feststellen, wie friedliche Gegenproteste zum Ziel fragwürdiger Eskalationen werden. Auch im Westerwald wird der Widerstand der gesellschaftlichen Mitte ehrlicher und aufrichtiger. Aber wie geht überhaupt Demo? Nach nun mehr 13 Demontrationen vor Ort ist es Zeit sich zu fragen:
Wie verhalten wir uns denn, wenn es mal brennt?
Wie verhalte ich mich, um sicher auf die Demo und auch wieder nach Hause zu kommen?
Was nehme ich mit und was gehört nicht dahin?
Wie verhalte ich mich bei Übergriffen der Beamt*innen und/oder Rechtsradikalen?
Was darf ich denn überhaupt als Protestler*in und was geht gar nicht?

Und vor allem: Wie wird unser gemeinsamer Protest stark genug, um Neonazis mutig entgegenzutreten, ohne dass wir uns dabei unnötig in Gefahr begeben?

Menschen, die sich dazu entschließen, friedlich miteinander praktischen Widerstand zu leisten, nutzen ihre Rechte und setzen sich bewusst Faschist*innen entgegen, die unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit versuchen, uns unsere Rechte zu nehmen. Zudem stellt sich immer öfters die Frage, ob der Gegenprotest in seiner friedlichen Natur, von den Beamt*innen bedroht wird und wie wir darauf reagieren können.
Informationen und das Wissen um unsere praktischen Rechte und Möglichkeiten in einer brenzligen Situation können nicht nur dich, sondern auch deine Freund*innen schützen.
Deshalb lädt die Antifa Westerwald alle interessierten Bürger*innen und Protestler*innen ein, um euch ein „How-to-Demo“ an die Hand zu geben. Ein Referent wird vor Ort diese und andere Themen ansprechen und ein Demo-Einmaleins präsentieren, welches den Menschen ermöglichen soll ohne Angst, sondern als bewusste Entscheidung, eine Gegendemonstration zu besuchen und aktiv Faschist*innen in den Weg zu treten.
Lasst uns zeigen, wie Solidarität praktisch wird. Wie friedlicher Protest zusammen steht, ohne sich auf Lichterketten zu beschränken.

Mittwoch, 09.11.2016 in der Grillhütte am Sportplatz in 57627 Astert